Die North Face Challenge, Teil 2.

Das neue Venture Jacket

Vor kurzem habe ich euch von einer Reklamation berichtet, die nicht besonders aussichtsreich schien.  Inzwischen gibt es eine Auflösung der Geschichte und ich glaube “Happy End” ist die richtige Bezeichnung dafür. Der North Face Shop rief mich an, um mir zu sagen, dass man die Jacke gern umtauschen würde, man bot mir sogar ein alternatives Modell als Regenjacke an. Erfreut kam ich in den Laden und probierte die neue Jacke an. Noch immer heißt sie “Venture Jacket”, aber mit meinem alten zerfledderten Ding hat sie nicht mehr viel gemein. Der Schnitt wurde überarbeitet, die Jacke ist jetzt länger, was sinnvoll ist. Die kritische Stelle im Nacken, die aus einem anderen Material gearbeitet war, gibt es in dieser Form nicht mehr. Die komplette Jacke ist jetzt aus dem selben Stoff gefertigt. Auch die Innenbeschichtung wurde sichtbar überarbeitet. Und das Schönste: das gute Stück ist umweltfreundlicher geworden.

Ich musste dann erst einmal nachschlagen, was “Castor oil” ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um Rizinusöl. (Man sollte die Jacke also besser nicht essen, höchstens bei Verstopfung.) Der Einsatz von Öl aus nachwachsenden Rohstoffen bedeutet, dass 50% Erdöl bei der Produktion der Jacke eingespart werden konnte.

Sie sitzt, passt und hat Luft und ich konnte sie einfach so mitnehmen. Der unfreundliche Verkäufer war nicht da, sein Kollege klärte mich aber darüber auf, dass nicht auszuschließen sei, dass Schweiß auch einmal ein Material angreift und man deshalb keine Angst davor haben sollte, die Jacke öfter durchzuwaschen, das würde sie gut vertragen. Aha. Wieder was gelernt.

Die Geschichte zeigt, dass der falsche Mensch an der falschen Stelle geeignet ist, die Freude an einer Marke für immer zu verderben. In meinem Fall ist das zum Glück nicht gelungen, die Zentrale hat alles richtig gemacht und mich als Kunden wieder gewonnen. Die Jacke ist besser, hochwertiger und umweltfreundlicher geworden und das ist in meinem Sinne und im Sinne der Nachhaltigkeit. Ich werde sie bestimmt oft tragen und hoffentlich dieses Mal länger als drei Jahre Freude daran haben.

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